Häufig gestellte Fragen
- Flex ist keine Schule. Wieso nennen Sie sich dennoch (Fern)-"Schule"?
- Ich habe die Auskunft erhalten, Flex sei in meinem Bundesland nicht anerkannt. (?)
- Missbrauchen die Jugendlichen die gegebene Freiheit nicht?
- Woher können Sie sicher sein, dass die Jugendlichen die Lernbriefe ohne Hilfe bearbeiten?
- Welche Fächer werden geprüft?
- Sind die Abschlüsse bei der Flex-Fernschule anerkannt?
- Wie lange dauert so ein Lernprozess?
- Aus wie vielen Kursen besteht Flex-Coach und welche Kurse muss ich belegen?
- Wie viele Stunden am Tag müssen die Jugendlichen arbeiten?
- Was müssen Jugendliche an Mindestvoraussetzungen mitbringen?
- Haupt- oder der Realschulabschluss? Wann muss über das Ziel entschieden sein?
- Erfüllen Jugendliche mit Flex die Schulpflicht?
- Wie hoch sind eigentlich die Kosten?
- Wer kommt als Kostenträger in Frage?
- Welche Sicherheiten habe ich?
- Müssen die Jugendlichen zusätzlich professionell begleitet sein?
- Ist ein Wechsel in eine Regelschule möglich?
- Wie hoch ist der Zeitaufwand für die Arbeit als Begleitperson?
- Mein Kind hat große Schulprobleme aufgrund von ADHS. Ist Flex eine Alternative?
- Ist Flex eine Möglichkeit für junge Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung?
Flex ist keine Schule. Wieso nennen Sie sich dennoch (Fern)-"Schule"?
Zum einen ist das heilpädagogische Erziehungshilfeangebot "Flex-Fernschule" methodisch an Fernunterricht angelehnt. Es ist der Weg, wie Flex zu den jungen Menschen kommt, die von sich aus - aus welchen Gründen auch immer - in keine Schule (mehr) gehen. Die Schule - die Förderung - kommt auf diese Weise zum "Schüler".
Vielleicht ist es hilfreich an dieser Stelle ganz kurz etwas zur Entstehung von Flex zu erzählen: Flex ist aus dem Christophorus-Jugendwerk in Oberrimsingen hervorgegangen und gehört auch heute noch zu dieser Einrichtung der Erziehungshilfe (Erziehungsheim). Es ging damals darum ein Hilfeangebot für die Jugendlichen zu schaffen, die sich zum Beispiel weigern, in einem Heim zu leben. Eine solche Weigerung beruht ja meist nicht auf Bösartigkeit, sondern aus - zumindest aus Sicht des Jugendlichen selber - guten Gründen: Stress mit den anderen Jugendlichen. Trennung von zu Hause. Überforderung durch den reglementierten Rahmen. Kurzum: Welcher Jugendliche möchte schon gerne in einem Heim leben? Diejenigen, die es tun, antworten auf die Frage: "Warum bist du hier?" zum ganz überwigenden Teil: "Ich mach hier meine Schule." Man kann daran sehen, dass ein Schulabschluss eine hohe Bedeutung für die jungen Menschen hat. Also ging es darum, ihnen diese Zielperspektive zu erhalten und sie weiter zu fördern, auch wenn sie nicht in einem Heim leben wollen.

Das bedeutet: Die jungen Menschen wissen, dass sie einen Schulabschluss brauchen. Er ist die Eintrittskarte. Das Sprungbrett ins Leben. Zugleich wollen Sie zeigen, dass Sie eigenständig Verantwortung übernehmen können. Schließlich geht es um ihre Zukunftschancen. Genau da setzt die Hifle der Flex-Fernschule an. Sie nimmt die jungen Menschen an diesem Punkt radikal ernst und bietet ihnen zugleich eine sehr effektive Förderung, dieses Ziel auch zu erreichen.
Die jungen Menschen wollen in diesem Sinne "Schule". Indem Flex zusammen mit Eltern, Pädagogen und anderen Menschen aus dem Umfeld der Lernenden an diesem lebensbedeutsamen Thema arbeitet, werden fast alle Register der persönlichen Entwicklung angesprochen und gefördert.
Leider führt die Begrifflichkeit immer wieder zu Missverständnissen bei Beteiligten im Bereich der Kinder- und Jugendhil
Ich habe die Auskunft erhalten, Flex sei in meinem Bundesland nicht anerkannt. (?)
Diese Auskunft beruht auf einem Irrtum, der vermutlich mit der obigen Fragestellung in Verbindung zu sehen ist. Als "Schule" ist Flex in keinem Bundesland anerkannt. Wie schwierig diese Materie ist, können Sie vielleicht daran abschätzen, dass maßgebliche Personen im Kultusministerium in Bayern sich seit annähernd 7 Jahren bemühen, Flex ins bayerische Schulsystem zu integrieren. Auch nach einem entsprechenden Ministerratsbeschluss vor 4 Jahren ist dies der Verwaltung bis heute nicht gelungen.
Aber diese Frage ist auch gar nicht relevant, weil Flex diese Anerkennung als Schule nicht braucht. Es ist ja ein Erziehungshilfeangebot und wird im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes tätig. Als solches ist Flex bundesweit anerkannt.
Missbrauchen die Jugendlichen die gegebene Freiheit nicht?
Vermutlich mogeln die Lernenden von Flex weniger als in einer normalen Schule. Sie wissen ja ganz genau, dass sie daraus keinen Vorteil für sich ziehen würden. Sie haben sich durchweg zuvor längere Zeit jeder schulischen Förderung vollständig entzogen. Nur unter den besonderen Bedingungen der Flex-Fernschule lassen Sie sich wieder ein, weil sie ihren Schulabschluss erreichen wollen.
Sie wissen, dass sie am Ende in der Prüfung ohne Spickzettel oder Lösungen auskommen müssen. Sie kennen von Anfang an die Lernziele, die sie sich erarbeiten müssen.
Natürlich kommt es hin und wieder - vor allem in der Anfangsphase - zu kleineren Mogeleien. Aber das ist in der Regel leicht erkennbar und bietet die Gelegenheit, dieses Thema mit den Jugendlichen zu erarbeiten. Die guten Prüfungsresultate der Absolventen zeigen, dass die jungen Menschen ihre Themen ehrlich erarbeitet haben.
Woher können Sie sicher sein, dass die Jugendlichen die Lernbriefe ohne Hilfe bearbeiten?
Das können wir natürlich nicht. Aber wer würde sich schon darauf einlassen, durchgängig alles für einen Lernenden zu bearbeiten oder ihm auch nur durchgängig in unbotmäßiger Weise Hilfestellung zu geben. Derjenige müsste sich ja im Klaren sein, das er dem Jugendlichen damit einen Bärendienst leistet und ihm letztlich schadet. Die Prüfungsergebnisse sprechen gegen diese Befürchtung. Wir haben diese Erfahrung bisher nicht gemacht.
Welche Fächer werden geprüft?
Das ist in den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich.
Zum Beispiel:
Prüfungsanforderungen für die Externenprüfungen
zum Haupt- und Realschulabschluss in Baden-Württemberg:
Hauptschule:
Mathematik, Deutsch, Politik, Englisch (optional) – schriftlich und mündlich und neu - Anstelle der bisherigen Nebenfächer ab 2009 eine sogenannte Präsentationsprüfung:
Die Jugendlichen sammeln Informationen zu einem selbst gewählten Thema.
Sie erstellen auf dieser Grundlage einen Bericht.
Sie präsentieren ihr Thema vor der Prüfungskommission.
Am Ende stellen sie sich in einem dritten Prüfungsteil, der Reflexion, Fragen zum Inhalt und zu ihrem Lernprozess.
Die Zeugnisnote wird durch eine verbale Beurteilung ergänzt.
Realschule:
1. Mathematik, Deutsch und Englisch schriftlich
2. Mathematik und/oder Deutsch mündlich (Wahlpflicht), Englisch mündlich
3. Drei Fächerübergreifende Kompetenzprüfungen (mündliche Prüfungen):
Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA)
und zwei aus den drei Bereichen
Fächerverbund Erdkunde, Wirtschaftskunde und Gemeinschaftskunde (EWG)
Geschichte
Ethik
Sind die Abschlüsse bei der Flex-Fernschule anerkannt?
Die Abschlüsse werden nicht von der Flex-Fernschule abgenommen. Es sind die regulären sogenannten Externenprüfungen zum Haupt- oder Realschulabschluss, wie sie jedes Jahr von Tausenden Jugendlichen und Erwachsenen absolviert werden.
Es handelt sich um staatliche Prüfungen im Rahmen des zweiten Bildungsweges.
Die Anerkennung ist mindestens gleichwertig. Viele Ausbilder anerkennen die Reife und die besonderen Leistungen, die Absolventen im Fernunterricht entwickelt und gezeigt haben.

Wie lange dauert so ein Lernprozess?
Das hängt sehr von den individuellen Voraussetzungen der Lernenden ab:
- verfügbarer Wissensstand (darüber gibt der Einstufungstest Auskunft)
- Lebens- und Lernbedingungen
- Unterstützung beim Lernen
- persönliche Leistungsmotivation
- persönliche Auffassungsgabe
- u.s.w.
Die durchschnittliche Vorbereitungszeit beträgt nach bisherigen Erfahrungswerten 17 Monate, variiert aber zwischen 7 und 30 Monaten.
Aus wie vielen Kursen besteht Flex-Coach und welche Kurse muss ich belegen?
Flex-Coach führt aufbauend auf dem Niveau der 4. bis 5. Hauptschulklasse in vier Kursen zum Hauptschulabschluss und in sieben Kursen zum Realschulabschluss.
Nur die notwendigen Kurse werden belegt. Der Einstufungstest gibt darüber Auskunft.
Wie viele Stunden am Tag müssen die Jugendlichen arbeiten?
Das hängt sehr von den individuellen Voraussetzungen ab. 2 bis 3 Stunden reine Lernzeit am Tag sind ein guter Durchschnittswert.
Lernen im Fernunterricht ist sehr kompaktes Lernen. Es ist nicht vergleichbar mit einer Schule, wo man schon mal abschalten
kann.
Zwei Stunden Fernlernen entspricht vier bis fünf Stunden normalen Schulunterrichts.

Was müssen Jugendliche an Mindestvoraussetzungen mitbringen?
Das Hauptlehrwerk von Flex baut etwa auf dem Wissen der 4./5. Klasse Hauptschule auf. Dieses Wissen wird beim Lernbeginn weitgehend vorausgesetzt. Verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck:
Hier können Sie Probematerial auf dem Einstiegsniveau herunterladen.
Haupt- oder der Realschulabschluss? Wann muss über das Ziel entschieden sein?
Bis zum Niveau der 6./7. Klasse unterscheidet sich die Förderung nicht – egal ob der Haupt- oder der Realschulabschluss angestrebt wird. Damit bleiben zunächst für jeden alle Möglichkeiten offen.
Darauf aufbauend (bei Flex-Coach ab Kurs 3) besteht die Möglichkeit, durch Zusatzunterricht zu einer fundierten Entscheidung zu kommen.
Auf dem Niveau der 8. Klasse (bei Flex-Coach im Verlauf von Kurs 3) wird entschieden, ob der Hauptschulabschluss angestrebt wird oder ob es direkt weiter geht zum Realschulabschluss.
Erfüllen Jugendliche mit Flex die Schulpflicht?
Nein. Flex ist ja auch gar keine Schule. Flex ist ein Erziehungshilfeangebot. Weil Flex schulische Inhalte zum Gegenstand einer heilpädagogischen Förderung macht, ergibt sich zwangsläufig eine sehr große Nähe zur Schule. Damit sind leider auch immer wieder Abgrenzungsschwierigkeiten und Unsicherheiten hinsichtlich der Zuständigkeit verbunden. Einzig in Bayern gibt es seitens des Kultusministeriums das konkrete Vorhaben, eine Flex-Fernschule als staatlich anerkannte Ersatzschule zu ermöglichen. Allerdings erweisen sich die verwaltungsinternen Bedenken und Hürden doch als beträchtlich, so dass es noch zu keiner Umsetzung gekommen ist.
Die Flex-Fernschule bereitet generell auf die "Externen"- bzw. "Nicht-Schüler"-Prüfungen zu den staatlichen Schulabschlüssen vor.
Bei schulpflichtigen Jugendlichen muss die Schulverwaltung dem Lernen mit Flex zustimmen. Diese Zustimmung setzt in jedem Fall das Vorliegen eines besonderen Hilfebedarfs voraus und kann nicht einfach so erteilt werden. In dieser Frage bieten wir Ihnen gerne ausführliche Beratung an.
Wie hoch sind eigentlich die Kosten?
Die Kosten für den Einstufungstest liegen zur Zeit bei 319,05 € für einen dreistufigen - und bei 425,39 € für einen vierstufigen Test.
Flex-Classic wird auf der Grundlage der Entgeltvereinbarung mit dem zuständigen Träger der Jugendhilfe mit einem Tagessatz von 25,38 € abgerechnet. Für Jugendliche, die in Baden-Württemberg schulpflichtig sind (im Sinne der allgemeinen Schulpflicht) und einen Hauptschulabschluss anstreben, gewährt das Land einen Personalkostenzuschuss. Dann liegen die Kostenn bei 14,76 € am Tag.
Ein Flex-Coach Kurs kostet zwischen ca. 1900 € und knapp 2900€ - je nach gewählten Inhalten. Die monatlichen Kosten liegen bei einer Verteilung auf 12 Monate also bei ca. 120 € bis 200 €.
Hier kommen Sie auf unsere Service-Seite und können die Preisliste herunterladen.
Wer kommt als Kostenträger in Frage?
Die Lernhilfe von Flex wird in der Regel als "Hilfe zur Erziehung" (§ 27 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes SGB VIII) in Verbindung mit "Jugendsozialarbeit" (§ 13 SGB VIII) durch die örtlich zuständigen Jugendämter gewährt. Voraussetzung ist, dass ein entsprechender "Hilfebedarf" im Sinne persönlicher oder sozialer Problemlagen vorliegt. "Schulprobleme" alleine sind nicht ausreichend.
Viele Ämter gewähren die Lernhilfe von Flex nur in Verbindung mit weiteren Hilfen zur Erziehung. Gut 10 % der Eltern tragen die Kosten selber.
Bei jungen Volljährigen kann die Arbeitsverwaltung die Kosten für die Lernförderung übernehmen.
Selbstverständlich können die Kosten auch unmittelbar von den Lernenden bzw. deren Eltern übernommen werden.
Welche Sicherheiten habe ich?
Flex ist als Angebot der Erziehungshilfe bundesweit anerkannt. Die Leistung, das Entgelt und die Qualität sind nach den Vorschriften des achten Sozialgesetzbuches mit dem zuständigen staatlichen Träger der Jugendhilfe verhandelt und vereinbart.
Für die in Baden-Württemberg schulpflichtigen Jugendlichen bezuschusst das Land die Personalkosten von Flex und bringt auf diese Weise auch seine Anerkennung zum Ausdruck.

Die Tätigkeit von Flex unterliegt außerdem den strengen Qualitätsanforderungen der Staatlichen Zentralstelle (ZfU) für den Fernunterricht in Köln. Das Lehrwerk ist durch die ZfU bundesweit zugelassen.
Bei Flex-Classic haben Sie ein monatliches Kündigunsrecht. Jeden Flex-Coach-Kurs können Sie innerhalb eines Monats testen und bei Nichtgefallen problemlos zurück geben. Sie erhalten Ihr Geld zurück.
Neben diesen formalen Sicherheiten überzeugen aber am ehesten die Ergebnisse der praktischen Arbeit: 98 % aller zur Prüfung angemeldeten Flex-Schüler schaffen den Abschluss!
Müssen die Jugendlichen zusätzlich professionell begleitet sein?
Diese Anforderung wird häufig von den Kostenträgern (Jugendämtern) gestellt, wenn Jugendliche im Elternhaus leben. Professionelle Unterstützung kann hilfreich sein. Sie ist nicht unbedingt eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Lernen.
Zahlreiche Jugendliche, deren sozialpädagogische Hilfe während des Lernprozesses endete, lernten dennoch erfolgreich weiter.
Flex empfiehlt, Begleitpersonen nur im Einvernehmen mit den Jugendlichen zu bestimmen. Manchmal ist es auch günstiger, zunächst einmal ohne professionelle Begleitung zu beginnen. Die Einsicht in die Notwendigkeit ergibt sich vielleicht erst beim Lernen. Dann wird sie möglicherweise besser akzeptiert.

Wie hoch ist der Zeitaufwand für die Arbeit als Begleitperson?
Hier einen Durchschnittswert anzugeben, würde Ihnen vermutlich nicht viel weiter helfen. Denn der Aufwand richtet sich natürlich nach sehr vielen weiteren Fragen: Wie selbständig kann der betreffende junge Mensch arbeiten? Wie gut sind seine Motivation oder seine Auffassungsgabe? Wie steht es mit seiner Ablenkungsbereitschaft? Welche konkrete Unterstützung benötigt er: Eher die Anwesenheit im Hintergrund? Ständige Erklärung und Verstehenshilfe? Oder benötigt er aufgrund einer individuellen Beeinträchtigung gar ständige Hilfe, um überhaupt arbeitsfähig zu sein (z.B. gestützte Kommunikation bei jungen Menschen mit Autismus)?
Für einen durchschnittlich begabten Jugendlichen mit guter eigener Motivation in gesicherten Lebensbedingungen und ohne ständige Ablenkung ist ein Stundenansatz zwischen 6 und 10 Stunden in der Woche realistisch. Diese Angaben gelten natürlich nur für Flex-Classic.
Bei Flex-Coach ist Ihr zeitlicher Aufwand erheblich höher, denn zu Ihren Aufgaben gehören die vollständigen Korrekturen aller bearbeiteten Unterlagen und die entsprechende erklärende und fördernde Arbeit mit dem Jugendlichen.
Ist ein Wechsel in eine Regelschule möglich?
Flex bereitet unmittelbar auf die Externenprüfung zum Haupt- oder Realschulabschluss vor. Es gibt keine Klassenstufen und keine Noten. Ein Wechsel in eine Regelschule ist zunächst nicht vorgesehen.
Dennoch wechseln etwa 25% der Jugendlichen - ermutigt durch positive Lernerfahrungen – zurück ins öffentliche Schulsystem.
Flex unterstützt diesen Wechsel durch gezielte Vorbereitung auf das in der aufnehmenden Schule gefragte Anschlusswissen. Die Jugendlichen erhalten ein Zeugnis, welches neben dem Leistungsstand in den Fächern die Kenntnisse in den einzelnen Themenbereichen dokumentiert. So kann die aufnehmende Schule eine treffende Zuordnung ermöglichen.
Mein Kind hat große Schulprobleme aufgrund von ADHS. Ist Flex eine Alternative?
Mithilfe der Flex-Fernschule können junge Menschen ihre Lernzeiten frei wählen. Sie können zum Beispiel Pausen machen, wenn ein konzentriertes Arbeiten nicht möglich ist. Sie können mit ihrer Hilfe auch den Arbeitsplatz so gestalten, dass er den Lernprozess unterstützt. Der individualisierte Lernprozess ermöglicht, dass auch bei verzögertem Lerntempo oder nach Lernunterbrechungen "der Zug nicht abgefahren ist". Es fehlt "die Bühne" vor einer Klasse, die junge Menschen mit AD(H)S häufig in eine Kasper-Rolle gebracht hat.
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Ist Flex eine Möglichkeit für junge Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung?
Ihr Kind ist anders - aber nicht dumm! Das Wissen über Autismus-Spektrum-Störungen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm entwickelt. Es ist aber überwiegend Expertenwissen. Lehrer oder Sozialarbeiter wissen in der Regel wenig darüber, wenn sie nicht spezialisiert sind. So werden junge Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung häufig nicht erkannt und nicht adäquat behandelt. Im schulischen Kontext kommt es nicht selten zu Fehlzuweiseungen oder zu Eskalationen im sozialen Bereich. Eine individualisierte Lernförderung kann helfen, das Potential Ihres Kindes zu entwickeln und auf diese Weise dazu beitragen, erfahrene Kränkungen zu heilen.
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